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Einen weiteren Landeslehrgang richtete am 25. September die Jiu-Jitsu- und Karate-Schule Sieber München in Weichs aus.
Zum offiziellen Beginn um 11 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer in der Sporthalle der Grundschule, wo sie von den
referierenden Großmeistern Lothar Sieber (10. Dan Jiu-Jitsu / Zen-Do-Karate), Bodo Blumentritt (5. Dan Jiu Jitsu) und
Thomas Gerold (6. Dan Jiu-Jitsu) begrüßt wurden.
Es folgte eine von Harald Weitmann (7. Dan Okinawa-Karate) geleitete Aufwärmrunde, um die Teilnehmer auf das
Tagesprogramm vorzubereiten. Dieses beinhaltete drei, jeweils eineinhalbstündige Einheiten, in denen speziell
für den konkreten Angriffsfall ausgewählte Techniken aus den Bereichen Jiu-Jitsu, Zen-Do-Karate und Tempelboxen
eingeübt, aber auch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit besprochen wurden.
Lothar Sieber zeigte zunächst verschiedene Möglichkeiten, wie Umklammerungs- und Schwitzkastenattacken durch (Schulter-)
Würfe oder Kombinationen aus Arm-, Bein- sowie Wurftechniken wirkungsvoll gekontert werden können. Entscheidend ist
dabei, möglichst den Schwung des Gegners auszunutzen oder ihn unter Zuhilfenahme des eigenen Körpergewichtes in
Bodenlage zu bringen, um sich selbst einen entsprechenden Vorteil zu verschaffen. Am Ende seiner Erläuterungen ging
Lothar Sieber auf die Abwehr von Schusswaffen ein. Vor allem gab er dabei zu bedenken, dass jegliche Reaktion auf die
Bedrohung mit einer Pistole - sofern die Situation eine solche überhaupt erlaubt - ein Höchstmaß an technischer und
mentaler Sicherheit gepaart mit Schnelligkeit erfordert.
Bodo Blumentritt ergänzte das bisherige Programm um einige spezifische Hand-, Faust- und Fußstöße bzw. -tritte des
Zen-Do-Karates, die sowohl zur prägnanten Abwehr als auch zur Befreiung aus Würge- und Klammergriffen sowie prinzipiell
zum Kontern geeignet sind. Zahlreiche Situationsbeispiele führten die Teilnehmer zuerst an die einzelnen Techniken heran,
bevor die eingeübten Abläufe zu einer Abwehr-Konter-Folge verbunden wurden.
Auf diese Weise ging auch Thomas Gerold in der abschließenden Lehrgangseinheit vor. Er leitete seine Grundtechniken u. a.
aus dem Tempelboxen ab und schloss den von Beginn gespannten Bogen dadurch, dass er zu diesen wiederum Elemente des
Jiu-Jitsu hinzufügte. So lernten die Kampfsportler nicht nur erneut abgewandelte Einsatzmöglichkeiten im Fall
verschiedenster Angriffe von vorne und hinten kennen, sondern sie konnten auch erproben, welche Optionen bleiben, wenn
man sich nach einer Abwehrreaktion selbst in der Bodenlage wiederfindet. Darüber hinaus kamen Stock- und Messerattacken
in allen Einheiten zur Sprache.
Um 16.30 Uhr beendete ein abschließender Gruß den interessanten Lehrgang. Wie immer fanden sich danach die Teilnehmer
noch zu einem Abendessen zusammen, bei dem sie diesmal im Gasthof Langenegger bewirtet wurden.
Text. Schule Weitmann
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